„Es war einmal…“

Wir alle kennen diese Einleitung noch aus unserer Kindheit. „Es war einmal“ ist fast schon ein Gütezeichen für spannende Geschichten, die dann zumeist von den Eltern oder Großeltern vorgelesen wurden. Die Märchenstunde am Abend hatte einen rituellen Charakter.

Natürlich kommt es immer darauf an, wie die Märchen erzählt werden. Eine gute Märchenerzählerin/ein guter Märchenerzähler fesselt das Publikum mit den Geschichten und lässt den Alltag eine Zeit lang vergessen.

Märchen finden wir in vielen unterschiedlichen Kulturen. Sie werden von Generation zu Generation weitergegeben. Märchen sind aber nicht nur für eine jüngere Zielgruppe gedacht, auch hochbetagte Menschen haben ihre Freude daran.

In der Arbeit mit demenziell veränderten Seniorinnen und Senioren sind sie eine wertvolle Hilfe, denn sie knüpfen an früheste Erinnerungen an. Das Projekt „Es war einmal…MÄRCHEN UND DEMENZ MULTIMEDIA“ ist eine anerkannte Präventionsmaßnahme in diesem Bereich und wurde von MÄRCHENLAND entwickelt. Seit Anfang dieses Jahres wird das Projekt in mehr als 50 Alten- und Pflegeheimen in Baden-Württemberg umgesetzt. Auch das St. Anna ist seit einigen Wochen mit am Start. Angefangen hat es mit einem Anruf der AOK Karlsruhe und der Frage: „Wäre das nicht etwas für Euch?“ Die AOK Baden-Württemberg finanziert dieses Projekt im vollen Umfang.

Dabei geht es nicht um das reine Vorlesen von Märchen. Wie bereits eingangs erwähnt, kommt es auf die Märchenerzählerin bzw. auf den Märchenerzähler an. Es geht darum, die Zuhörerinnen und Zuhörer in den Bann zu ziehen und sie in eine Märchenwelt eintauchen zu lassen. Das Ganze ist eingebettet in ein festes Ritual. Dazu gehören das Überstreifen eines speziellen Märchenmantels und das Läuten einer Glocke zur Märchenstunde.

„Es war einmal…MÄRCHEN UND DEMENZ MULTIMEDIA“ bietet hier alles, was eine gute Märchenstunde ausmacht. Märchenmantel, Glocke, Märchenbuch, Memory, Ausmalblätter, Audio-CDs, DVDs und vieles mehr.  Kernpunkt ist die Ausbildung zur zertifizierten Märchenvorleserin/zum zertifizierten Märchenvorleser.

Das Märchen dient als Anknüpfungspunkt für die weitere Arbeit. Fachlich gut fundierte Onlineschulungen und ein Internetportal bieten hier das nötige Handwerkszeug. Märchen aktivieren das Langzeitgedächtnis und fördern das Wohlbefinden. Diese positive Wirkung wurde wissenschaftlich im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erforscht und belegt.

Weitere Information zu diesem Projekt gibt es unter www.maerchenunddemenz.de

Eine tolle Sache, die unsere Bewohnerinnen/Bewohner und unser Team begeistert!!!