Das Altenpflegezentrum in der Südstadt

Präambel

Das Alten- und Pflegezentrum St. Anna liegt im Herzen der Karlsruher Südstadt und gehört zum Orden der Barmherzigen Schwestern des heiligen Vinzenz von Paul (www.vinzentinerinnen-freiburg.de) mit Sitz in Freiburg. Der Orden engagiert sich in Karlsruhe seit mehr als 100 Jahren für alte und pflegebedürftige Menschen.
 
Unser Handeln ist Ausdruck unseres christlichen Grundverständnisses. Unser Arbeiten ist von der Überzeugung geprägt, dass jeder Mensch eine einmalige, von Gott geschaffene und geliebte Persönlichkeit ist. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, pflegebedürftigen Menschen bei ihrer Lebensbewältigung, insbesondere in Notsituationen, Hilfen anzubieten.
Das Fundament für dieses Wirken in unserer Einrichtung ist die körperliche, geistige und soziale Gesundheit des St. Anna Teams. Wir setzen Arbeits- und Gesundheitsschutz aktiv um. Dies erfolgt durch Unterweisungen, Bereitstellungen und Anwendung von Schutzausrüstung sowie Hilfsmitteln. Unterstützt werden wir durch unseren Betriebsarzt, der Fachkraft für Arbeitssicherheit und der Berufsgenossenschaft.

Wir legen Wert auf eine Arbeitsatmosphäre, die durch Vertrauen, Respekt, Wertschätzung und Integration gekennzeichnet ist. Wir wollen das lebendige Gespräch und die tägliche Reflexion.

Wir suchen die Zusammenarbeit mit Angehörigen, Ärzten, Therapeuten und Hospizen. Zusätzlich binden wir die ehrenamtlichen Mitarbeitenden aktiv in unsere Arbeit ein. Die kontinuierliche Qualifizierung wird durch externe und interne Fortbildung gewährleistet.

Wir möchten das St. Anna langfristig erhalten, um unseren sozialen Auftrag zu erfüllen. Hierzu zählt die Erhaltung von Arbeitsplätzen und Ausbildungsplätzen. Als anerkannte Einsatzstelle für den Freiwilligendienst bieten wir interessierten jungen Menschen die Möglichkeit, sich für das Allgemeinwohl zu engagieren.

Wir haben uns zum wirtschaftlichen Einsatz der Sachmittel verpflichtet und gehen mit diesen sorgsam um. Investitionen planen wir gezielt und zukunftsorientiert .

Leben - Vielfalt - Geborgenheit

Leitsätze

1. Selbstbestimmung und Hilfe zur Selbsthilfe

Willens- und Entscheidungsfreiheit betrifft alle zum Ausdruck gebrachten Wünsche hinsichtlich der Durchführung pflegerischer und therapeutischer Maßnahmen sowie der Lebens- und Tagesgestaltung. Wir enthalten uns der persönlichen Wertung und unterstützen die BewohnerInnen, nach ihren Vorstellungen und Möglichkeiten zu leben. In Grenzsituationen sind wir im Gespräch mit den beteiligten Personen und wägen unser Handeln ab.

 

2. Körperliche und seelische Unversehrtheit, Freiheit und Sicherheit

Es ist uns wichtig, die körperliche und seelische Unversehrtheit der uns anvertrauten Menschen zu schützen. Freiheitsentziehende Maßnahmen werden nur nach sorgfältiger Abwägung und nach Ausschluss aller anderen zur Verfügung stehenden Mittel beantragt und angewandt.

 

3. Privatheit

Wir betrachten das Zimmer der BewohnerInnen als deren Wohnung. Wir respektieren die Privatsphäre unserer BewohnerInnen.

 

4. Pflege, Betreuung und Behandlung

Wir sehen unsere Aufgabe nicht nur in der Zufriedenstellung körperlicher Bedürfnisse, sondern auch im Bereich des seelischen und sozialen Wohles, unter Berücksichtigung der Biografie einer jeden BewohnerIn. Basis für die Pflege, Betreuung und Behandlung ist unser Pflegeleitbild. Die nationalen Expertenstandards betrachten wir als handlungsleitend. Unsere hauswirtschaftliche Versorgung erfolgt, sowohl bezüglich der Wäscheversorgung als auch hinsichtlich unseres Speisen- und Getränkeangebots, individuell angepasst und auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt.

 

5. Information, Beratung und Aufklärung

Wir gewährleisten, bereits vor Einzug und zu Beginn ihres Lebens in St. Anna, durch unseren Sozialdienst und dem Team der Verwaltung eine umfassende Information und verständliche Beratung. Alle in St. Anna tätigen Berufsgruppen nutzen ihr Fachwissen, um Ihnen bei Fragen weiterzuhelfen.

 

6. Kommunikation, Wertschätzung und Teilhabe an der Gesellschaft

Wir begegnen den Menschen mit Respekt und erkennen die Lebensleistung jedes Menschen an. Wir sind keine Insel. Wir verstehen unser Haus als Wohnstätte alter Menschen in der Stadt. Die Öffnung unseres Hauses nach außen und die Integration in das Leben von Pfarreien und Stadtteil unterstützen wir.Unsere Kapelle und unsere Cafeteria sehen wir als Orte der sozialen, kulturellen und religiösen Begegnung und Kommunikation.

 

7. Religion, Kultur und Weltanschauung

Wir unterstützen die BewohnerInnen in der Ausübung ihrer Religion sowie kultureller Bedürfnisse und kooperieren bei Bedarf mit Religionsgemeinschaften, Vereinen usw.

 

8. Palliative Begleitung, Sterben und Tod

In seiner Einmalig- und Endgültigkeit kommt der Begleitung in der letzten Lebensphase in unserem Haus eine herausragende Stellung zu.

 

„Es ist die Liebe, die bewirkt, dass wir niemanden leiden sehen können, ohne mit ihm zu leiden. Die Liebe öffnet dem einen das Herz des anderen und lässt ihn spüren, was der andere empfindet“

- Vinzenz von Paul -